Auffahrt auf die Ergeleralp

 
105 Rinder verbringen den Sommer auf der Weide

 
Walter Schmid

Ein spezieller Anlass war die diesjährige Alpauffahrt auf die Ergeleralp, denn Bergmeister Franz Schmid feierte seinen dreissigsten Einsatz. Er hatte das Amt von seinem Vorgänger Otto Gunzinger übernommen und betreut seit 30 Jahren im Auftrag des Bürgerrates den Sömmerungsbetrieb.

Die Bürgergemeinde Welschenrohr verfügt über das ausgedehnte Weideland mit 52 Hektar Fläche nördlich des Dorfes. Vom Sennhaus im Ergeler, wo auch die Familie Schöni wohnt, werden die sechs Weideabschnitte bestossen. Die Sömmerungszeit dauert von Mitte Mai bis zum Bettag, als 120 - 125 Tage. "Wir sind froh über den ausgiebigen Regen der letzten Tage, denn der Graswuchs war wegen der Trockenheit recht spärlich", erklärte der Senn Fritz Schöni.

Genaue Kontrolle
Traktor um Traktor fährt beim Sennhaus vor. Pia Allemann, Verwalterin der Bürgergemeinde führt genaue Kontrolle über die eintreffenden Tiere. Diese brauchen eine Transportbestätigung, eine Ohrmarke und Dokumente über ihre Gesundheit. Dann erst werden die "Guschti" auf die Weide gelassen und müssen sich der neuen Umgebung anpassen. Die Tiere stammen meist aus der näheren Umgebung, aus dem Thal, aber auch aus dem Bucheggberg und dem Wasseramt. Während der Sömmerungszeit bleiben sie auch nachts meist auf der Weide.

Ehre für den Bergmeister
Bürgergemeindepräsident Jürg Uebelhart und die Bürgerräte wohnten der Auffahrt bei. Als Geschenk und Anerkennung für die gute Arbeit durfte Bergmeister Franz Schmid aus den Händen des Präsidenten eine Glocke mit Gravur in Empfang nehmen. Beim Apéro riche entwickelten sich lebhafte Gespräche zwischen Behörden, Sennenfamilie und den Landwirten, die zum Teil mit ihren Familien angereist waren.