60-jähriges Jubiläum von Jungwacht und Blauring mit vielen Highlights

 
Bei prächtigem Sommerwetter blickten die Mitglieder von Jungwacht und Blauring Welschenrohr auf die 60 Jahre ihres Bestehens zurück.

 
Walter Schmid

Mit einem Apéro für die Ehemaligen und die Sponsoren wurde der Anlass eröffnet und am Samstag mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst fortgesetzt. In diversen Ateliers konnten die Kinder unter Anleitung ihr gestalterisches Geschick unter Beweis stellen.

Lebhafte Gespräche
Im freien Feld in der Sollmatt beim Bauernhof der Familie Brunner errichteten die Leute der Jubla an einem wunderbaren Ort ihr Festgelände. Sie bauten für ihre Gäste ein grosses Zelt, das Schutz vor Regen oder Sonne bieten sollte. Auf dem Jublahof, wie sie das Festareal nannten, versammelten sich am Freitagabend zahlreiche ehemalige Jungwächter, zum Teil von weit her angereist. OK-Präsident Mike Germann konnte zudem zahlreiche Gäste und Sponsoren begrüssen. Und bald entwickelten sich lebhafte Gespräche über vergangene Zeiten, über Lagergeschichten, über Episoden aus der Jungwacht- und Blauring-Zeit.

Gottesdienst in freier Natur
Mit Gitarrenklängen begleitete der reformierte Pfarrer von Niederhäusern aus Balsthal mit jungen Musikantinnen die Lieder im ökumenischen Gottesdienst. Angereist aus der Ostschweiz begrüsste der katholische Pfarrer Raymund Obrist seine ehemaligen Gläubigen der Pfarrei Welschenrohr. Er wirkte von 2000 bis 2014 als Pfarrer und somit auch als Präses von Jungwacht und Blauring, zu deren Jungen er ein gutes Verhältnis pflegte. In ihren Worten wiesen die beiden Pfarrherren auf die Bedeutung der Jugendgruppen hin. «Ein guter Austausch in Gruppen führt zu Toleranz gegenüber andern Menschen, hilft deren Begabungen zu schätzen, Stärken zu bewundern und Schwächen zu akzeptieren und so Grenzen zu überwinden und Mauern abzubauen», stellte Pfarrer Obrist in seiner Predigt fest. Am improvisierten Altar aus Strohballen lasen anschliessend die Jungen die Fürbitten.

Basteln in diversen Ateliers
Nach Älplermagronen und Cervelats eröffneten die Leiter die verschiedenen Ateliers für Alt und Jung. Da wurden Bändeli geknüpft, Buttons gedruckt, Puppen gebastelt, Honigkerzen bemalt, Linoleum geschnitzt. Auf einem grossen Erdball tollten die Kinder übers Land, bis zum gemeinsamen Schlussspiel und zum Abschluss der Feierlichkeiten, die sich bis in späten Abendstunden hinzogen. Ein durchaus gelungener Anlass, organisiert von jungen Leuten, fand damit einen guten Abschluss.

Aktive Jubla
«Unsere Jubla funktioniert gegenwärtig gut», erklärte Scharleiterin Céline Schneider. Rund 15 Kinder besuchen regelmässig die Gruppenstunden. Das Leiterteam umfasst elf Leute, alle mit J+S-Ausbildung. Jungwacht und Blauring helfen in der Pfarrei tatkräftig mit, so in Familiengottesdiensten, ökumenischen Anlässen, Rorate-Gottesdiensten, beim Frühstück-Buffet. «Höhepunkt im Vereinsleben ist jedoch immer das Lager, das wir in den Herbstferien durchführen», berichtete Nico Antenen, der Lagerleiter. Der Lagerort sei jedoch noch geheim. Mit rund 30 Teilnehmern rechne man, natürlich sind das viel weniger als früher, bedingt durch die kleineren Jahrgänge und das grosse Freizeitangebot.

(az Solothurner Zeitung)