Pressebericht Turnverein Welschenrohr vom 05. Februar 2015

Erster Solothurner Stützpunkt für Leistungszentrum Nordwestschweiz

Viel Motivation auf engem Raum: (hinten vl.) Fabian Diemand, Brian Cucchiara; (Mitte vl.) Stephan Neumann (Chef Leistungssport LLZ Nordwestschweiz), Hansruedi Mägli (Stützpunktleiter), Robert Wyss (Techn. Leiter Solothurner Kantonalverband); (vorne vl.) Iris Lauper, Andrea Fink, Daniel Stettler und Claudia Hänni (1. Präsidentin des TV Welschenrohr). Quelle: Michael Forster

Seit Jahren gehört der TV Welschenrohr in der Leichtathletik zu den erfolgreichsten Vereinen des Kantons. Unter der Leitung von Hansruedi Mägli haben sich die Thaler über die Kantonsgrenzen hinaus einen Namen gemacht; jetzt folgt der nächste Schritt.

 
Michael Forster

«Dazu braucht es gewisse Qualifikationen», betont der Technische Leiter Stephan Neumann, im Fall des TV Welschenrohr seien diese offensichtlich. «Ich kenne Hansruedi Mägli seit vielen Jahren. Er bringt immer wieder Leute ganz nach vorne, deshalb haben wir gesagt, dass wir es hier versuchen.» Das neue «Label» ändert grundsätzlich nichts an der Ausrichtung des Erfolgskonzepts von Hansruedi Mägli.

Im Thal wird weiter konzentriert gearbeitet. Einerseits dank der optimalen Betreuung von Mägli und weiteren Leitern aus dem Verein, aber auch dank der Infrastruktur. So lässt der jederzeit zugängliche Kraftraum auch im Winter ein spezifisches Training zu, ab dem Frühling kann auf der Anlage neben Schulhaus und Fussballplatz das hart Erarbeitete umgesetzt werden.

Schulische Individuallösung
Die Idee von Stephan Neumann ist es also nicht, in Welschenrohr irgendetwas umzukrempeln, sondern vielmehr, den Athleten im Leistungssportsegment eine noch bessere Plattform zu bieten. So kann das LZZ NWS, bei Bedarf, mit eigenen Ausbildnern zur Seite stehen. Am Prinzip, welches übrigens auch in den anderen Leistungszentren besteht, ändert hingegen nichts.

Die Athleten, welche sich für ein Stützpunkt-Training entscheiden, arbeiten nach ihren persönlichen Trainingsplänen. Hansruedi Mägli und Co. helfen einzig bei der Umsetzung. Es soll also Athleten und Athletinnen aus dem ganzen Einzugsgebiet des LLZ NWS möglich sein, in Welschenrohr zu trainieren und auch die Trainings in Magglingen oder Langenthal zu nutzen, welche regelmässig angeboten werden.

Ein weiterer Pluspunkt für Mitglieder des Nordwestschweizer Kaders ist die Möglichkeit, eine Individuallösung an der Schule zu kriegen. «Es gibt da verschiedene Möglichkeiten», holt Neumann aus, «zum Beispiel die Suspension vom Schulsport- oder Hauswirtschaftsunterricht oder das Auslassen von Randstunden, damit mehr Zeit ins Training investiert werden kann. Es ist auch möglich, die Sportklasse in Solothurn zu besuchen und dort die Matur zu machen.» Zudem stehen im Basler Merian-Iselin-Spital anerkannte Sportmediziner zur Verfügung, welche die Athleten möglichst rasch untersuchen und behandeln.

Olten als nächster Stützpunkt?
Das Ziel von Stephan Neumann, aber auch von Robert Wyss, dem technischen Leiter des kantonalen Leichtathletikverbandes, ist es, noch weitere Stützpunkte im Kanton Solothurn zu installieren. So wäre es denkbar, zum Beispiel in Olten einen solchen für die Wurfdisziplinen einzurichten – in diesem Bereich hatte der TVO in den letzten Jahren auf nationaler Ebene immer wieder Erfolge zu verzeichnen.

Im Thal hingegen setzt man auf den Sprint sowie die Mittelstrecken. Mägli erhofft sich, dass noch mehr Athleten den Weg aus dem Thal oder dem Gäu nach Welschenrohr finden: «Eine Vervielfachung mag es zwar nicht leiden; wir haben aber sicher das Potenzial, noch mehr Athleten in unsere Organisation einzubinden.»

(Nordwestschweiz)

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