Pressebericht Gewerbe-Apéro 2019 vom 23. November 2019

Seit zehn Jahren organisiert die Standort- und Wirtschaftsförderungskommission der Einwohnergemeinde Welschenrohr Betriebsbesichtigungen in den einheimischen Gewerbe- und Industriebetrieben.


Walter Schmid
  
Für einmal waren die Teilnehmer zum Besuch des Décolletage-Betriebes Berotec SA in Moutier eingeladen. Wie kam es dazu? Der Inhaber und Betriebsleiter der Berotec SA Angelo Redivo wohnt mit seiner Familie seit 2005 in Welschenrohr, seit einigen Jahren an der Rötistrasse. Er lud deshalb zur Besichtigung nach Moutier ein, was die Organisatoren gerne annahmen. So reiste man per Car nach Moutier ins Quartier de la Ferrerie, wo Stefan Schneider als Präsident der Kommission 45 Personen begrüssen durfte.

Drehteile in höchster Präzision
Die Gründung der Firma Berotec SA geht auf das Jahr 1974 zurück. Der Firmenname setzt sich zusammen aus dem Anfangsbuchstaben des Gründers Bergonzo Roger, dem Sohn von Charles Bergonzo, der in Welschenrohr wohl bekannt war. Im Turnhallenkeller betrieb seine Firma in den Siebzigerjahren einen Filialbetrieb. Angelo Redivo berichtete über die Entwicklung des Betriebes, über die Produktion und die Stellung  im Markt. Moderne CNC-Drehautomaten verarbeiten Stangenmaterial in verschiedenen Materialien bis 20 mm Durchmesser zu Drehteilen für verschiedenste Anwendungen im Maschinenbau. 15 – 20 Millionen Teile verlassen jährlich den Betrieb in Stückzahlen im Millionenbereich, aber auch in kleinen Serien.

Familienbetrieb
Nebst Angelo Redivo arbeiten im Betrieb auch seine Frau Liliana und der einundzwanzigjährige Sohn Denis mit. Die Frau betreut die Administration und die Logistik, der Sohn ist ausgebildeter Polymechaniker und sorgt für die Einhaltung der Qualitätsvorgaben. Denn hier geht es um Tausendstelmillimeter. Die drei führten das interessierte Publikum durch den Betrieb. Vier weitere Personen arbeiten in der Berotec und werden hier für ihre Tätigkeiten speziell ausgebildet.

Beim Apéro riche bot sich anschliessend Gelegenheit zum regen Gedankenaustausch unter den Teilnehmern, bevor man sich wieder auf den Heimweg ins Thal machte.

az Solothurner Zeitung

Weiterempfehlen