Schilfgebiet Rosières wurde der Pro Natura übergeben

 
Wie an der der Generalversammlung der Flurgenossenschaft in Welschenrohr besprochen wurde, soll sie 9,5 Millionen Franken teure Güterregulierung bis 2020 abgeschlossen sein, wobei die Reserve von einer halben Million eingebaut ist.

 
Walter Schmid

Das schöne Sommerwetter hielt wohl viele Landbesitzer vom Besuch der Generalversammlung der Flurgenossenschaft ab, obwohl gewichtige Traktanden zur Diskussion standen. So konnte Präsident Benjamin Brunner nur gerade zwölf Personen begrüssen, darunter vier Projektleiter und Gäste. Letztere wussten zu berichten, dass im Rahmen der Güterregulierung zwei Schutzgebiete ausgeschieden und Pro Natura übergeben worden sind.

So konnte ein Feuchtgebiet in der Munimatt und das Schilfgebiet Aegerten am westlichen Dorfrand erhalten werden. Kurt Bader (Laupersdorf), Mitglied des Vorstandes von Pro Natura Solothurn, freut sich über diese Massnahmen: «Im französischen Namen Rosières für Welschenrohr steck ja der Ausdruck Schilf. So passt das Schutzgebiet bestens zum Ort.» Er dankte im Namen von Pro Natura für das Entgegenkommen bei der Errichtung der Schutzgebiete und lobte die gute Zusammenarbeit.

«Mit dem Abschluss der Güterregulierung Welschenrohr wird bis im Jahre 2020 gerechnet», wie Projektleiter Bau Hans Ruedi Affolter vom Büro BSB der Versammlung ausführte.

Der Gesamtkostenrahmen beläuft sich gemäss Affolter auf 9,5 Millionen Franken, wobei eine Reserve von einer halben Million eingebaut ist. Arbeiten, wie die Verlegung der Balmbergstrasse, die Erstellung von neuen Hofzufahrten und die Renaturierung der Dünnern im Betrage von insgesamt einer Million Franken sind für die Flurgenossenschaft kostenneutral.

Aufsichtsbeschwerde abgelehnt
Nur ein halbes Jahr nach der letzten Generalversammlung legte der Präsident Rechenschaft über die Arbeiten ab. Eine Aufsichtsbeschwerde von Anton Gunzinger wegen ungetreuer Geschäftsführung wurde speditiv behandelt und abgelehnt. So konnten die Arbeiten ohne Verzögerung weiter geführt werden.

Ausführlich berichtete Hans Ruedi Affolter über die ausgeführten Arbeiten und die geplanten Massnahmen in den nächsten Bauetappen. Werner Wehrli orientierte als Vertreter des Amtes für Landwirtschaft über den Stand der Dinge. Nebst dem Gesamtkostenrahmen bedarf es für die nächsten Bauetappen nämlich der Bewilligung durch den Regierungsrat und durch den Bund. «Die planerischen Arbeiten und die Vermessung sind praktisch abgeschlossen,» berichtete Urs Schor vom Büro BSB. Noch nich stattgefunden hat die Verteilung der Kosten, was erst nach Abschluss der gesamten Arbeiten möglich ist.

Auf dem Arbeitsprogramm stehen noch verschiedene Entwässerungen, Wegbauten, Leitungskontrollen, Drainagesanierungen, Behebung von Unwetterschäden. Die neuen Flurwege mit Betonspuren habe sich bewährt, der Unterhalt bewegte sich im Rahmen. Noch stehen mit der Renaturierung der Dünnern zwischen Schürmatt und Stockmatt und er Instandstellung der Hofzufahrten zwei gewichtige Projekte an.

Allein die Kosten für die 6,4 Kilometer Strassen zu den Aussenhöfen werden auf 1,533 Millionen Franken geschätzt, wobei mit beträchtlichen Beiträgen von Bund und Kanton gerechnet werden kann. Verwalterin Pia Allemann legte die Rechnung 2015 vor, die mit 600'000 Franken Aufwand und einem Ertrag von 653'000 Franken positiv abschloss.

(az Solothurner Zeitung)