Raiffeisenbank Dünnerntal hat die Millionengrenze überschritten

 

Etwas weniger Gewinn, aber trotzdem gut gearbeitet: So lautet das Fazit für das Jahr 2014 der Raiffeisenbank Dünnerntal. Der Bruttogewinn beträgt 1,087 Mio. Franken.

 
Walter Schmid

In grosser Zahl fanden sich die Mitglieder der Raiffeisenbank Dünnerntal, der die Gemeinden Gänsbrunnen, Welschenrohr, Herbetswil und Matzendorf angehören, zur gut organisierten Generalversammlung im «Dünnerehof» ein. Für die flotte Eröffnung sorgte das Schülerensemble «Popcorn» der Musikschule Matzendorf (Leitung Dorli Ackermann). «Wir sind mit rund 2300 Mitgliedern die kleinste Raiffeisenbank im Kanton, aber in der schönsten Region», meinte Cornelia Dippon Hänni, Präsidentin des Verwaltungsrates, die übrigens in Oensingen wohnt.

319 Stimmberechtigte fanden sich ein, und sie wurden kompetent über das erfreulich verlaufene Geschäftsjahr 2014 informiert. «Der Druck auf die Zinsmarge hält an, die Hypothekarzinsen sind tief. So ist es für die Banken immer schwieriger, Wachstum zu schaffen», erklärte die Präsidentin. Mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses war zu rechnen, nur der Zeitpunkt war nicht bekannt. Die Bank habe sich darauf vorbereitet und den Aufwand gesenkt, jedoch ohne beim Personal zu sparen.

Fusion hat keine Dringlichkeit
Eng arbeiten die drei Thaler Raiffeisenbanken bereits zusammen, so zum Beispiel im Sponsoring für den Naturpark Thal mit seinem Grossprojekt «Holzweg Thal». Die drei Banken sind im Gespräch, eine Lösung zeichnet sich ab. «Eine Fusion macht Sinn, eine Dringlichkeit besteht aber nicht. Wir sind selbstständig und gesund», sagte Cornelia Dippon Hänni.

Bankleiter Thomas Hunziker berichtete: «Erneut haben wir gut gearbeitet, auch wenn der Jahresgewinn mit 160 000 Franken leicht tiefer als im Vorjahr ausgefallen ist.» Die Bilanzsumme ist fast bei 180 Mio. Franken angekommen, die Kredite haben die 160-Mio.-Grenze überschritten. Der Bruttogewinn übersteigt mit 1,087 Mio. Franken trotz tieferem Zinsertrag, aber dank tieferem Geschäftsaufwand die Millionengrenze. Davon profitieren durch das Sponsoring nebst dem Naturpark auch viele Vereine in der Region. Zudem liefert die Bank ein Viertelmillion Franken als Steuern an die öffentliche Hand ab.

Die Präsidentin stellte Corinne Schaad als neues Mitglied der Bankleitung vor. Dienstjubiläen konnten feiern: Myrtha Christ und Nicole Strähl mit je 15 Jahren, Tom Schär, Bankleiter-Stellvertreter, mit 10 Jahren. Heinz Tschumi und Rolf Distel blicken auf 25 Jahre im Verwaltungsrat zurück.

(az Solothurner Zeitung)