Von Jodlerfrust und weichen Eiern

 
Dank dem Narrenkomitee Schnapsloch kam das hintere Thal auch dieses Jahr zu einem reichhaltigen Fasnachtsumzug.

 
Walter Schmid

Acht bunte Fahnen wehen seit Hilari im Dorfzentrum und weisen auf die Fasnacht hin. Im Rahmen des Ferienpasses malten Kinder unter Anleitung von Mitgliedern aus Kulturkommission und Narrenkomitee bunten Fahnen auf weisses Tuch. Nun konnten die zahlreichen Besucher des Umzuges nicht nur die zahlreichen Umzugsnummern bewundern, sondern auch schmucke Fahnen als Neuigkeit an der traditionellen Welschenrohrer Fasnacht.

Eröffnet wurde die Fasnacht mit der MuKi-VaKi-Chesslete, gefolgt vom Kindermaskenball am Schmutzigen Donnerstag. Mit Umzug und Maskenball bildet der Samstag jeweils den Höhepunkt der Aktivitäten. Gespannt warteten die Zuschauer am Strassenrand auf die Teilnehmer am Umzug. Mit der Durchführung am Samstag gelingt es dem Narrenkomitee Schnapsloch immer wieder, auswärtige Gruppen, Wagen und Guggen zu engagieren.

Die Jodler und der Einachser
Für die musikalische Umrahmung sorgte vorab die einheimische Guggenmusik Böögge Brätscher, die selbst noch mit ihrem Barwagen am Umzug mitmachte. Weiter waren im Umzug die Aarejäter aus Solothurn, die Aarensumpfgagafoniker aus Nennigkofen und die Bäseschränzer aus Wolfwil im Einsatz.

Die Dorfvereine nahmen mit ihren Wagen das lokale Geschehen aufs Korn. So lieferte der Jodlerklub ein dankbares Sujet mit ihrem Besuch am eidgenössischen Jodlerfest in Davos. Zwei Jodler liessen es sich nicht nehmen, mit einem Einachstraktorgefährt hinzufahren, was für viel mediale Aufmerksamkeit sorgte. Ob dies ein Grund für das mässige Abschneiden war, bleibe dahingestellt. Der Männerchor befasste sich mit dem epochalen Entscheid des Gemeinderates, die Bundesfeier nicht mehr durchzuführen: «Der Gemeinderat, die weichen Eier, verzichten auf die Bundesfeier», monierte der Verein.

Gäste sind willkommen
Auswärtige Gruppen mit Wagen sind seit Jahren dabei: die Schliimschisser, die Siebe Sieche und d’Füürschnägge aus Matzendorf sowie die Macarenas aus Balsthal. So gelang es Umzug-Chef Frank Bielmeier wiederum einen reichhaltigen, farbenprächtigen Umzug zu präsentieren.

Nach dem Umzug liess sich das Publikum durch die verschiedenen Guggen unterhalten. Nicht fehlen durften auch die FC-Singers mit ihrer traditionellen Schnitzelbank. Am Abend stieg dann in der Mehrzweckhalle der grosse Maskenball. Am Dienstag um 19 Uhr findet das Bööggverbrennen im Industriequartier statt, womit die Welschenrohrer Fasnacht einen würdigen Abschluss findet.

(az Solothurner Zeitung)