Den Pfarrer ziehts vom Dünnernthal in den Aargau

 
Die Gläubigen aus allen Pfarreien von Laupersdorf bis Gänsbrunnen haben am Sonntag in der Kirche von Welschenrohr Pfarrer Raimund Obrist als Leiter des Pastoralraums Dünnernthal verabschiedet. Dieser übernimmt die gleiche Funktion in Bad Zurzach.

 
Anton Strähl

Dem feierlichen Abschieds- oder Dankesgottesdienst stand in der Kirche Welschenrohr Raimund Obrist vor, assistiert von den Konzelebranten Pfarrer Marc Ntetem (Laupersdorf) und Pater Ivan Bebek (Aedermannsdorf). Sie sahen sich einer grossen Schar Gläubigen und Vertretern von Behörden gegenüber.

Die vereinigten Kirchenchöre von Herbetswil, Laupersdorf, Matzendorf und Welschenrohr sangen unter der Leitung von Gabriela Toth und begleitet an der Orgel von Patrik Fluri die Zweite Cäcilienmesse von Josef Gruber. Der schöne, mehrstimmige Chorgesang umrahmte den feierlichen Gottesdienst.

Dankbarkeit für die 14 Jahre im Thal
In seiner Predigt sagte Pfarrer Obrist, dass er ein Gefühl der Dankbarkeit für das Erlebte empfinde. Er sei dankbar für die 14 Jahre im Thal. An die Natur, den Wald und die Jurahöhen habe er sich gewöhnt. Im Pastoralen habe vieles realisiert werden können, während anderes weniger gelungen sei. Die Schnur, die er symbolisch zeigte, stehe für die Gemeinsamkeit und das Miteinander.

Bei den Schuhen, Obrist treibt gerne Sport, sei es wichtig, dass sie immer in die gleiche Richtung gehen. Das gelte auch für die Zusammenarbeit der Pfarreien oder den oekumenischen Religionsunterricht. Greifvögel wie der Milan oder der Bussard hätten die Fähigkeit, sich dank dem Aufwind lange in der Luft zu halten. Den Aufwind sollten auch die Pfarreien spüren und entscheiden, was längerfristig gut ist und was nicht.

Der Pastoralraum dankt
Beat Bader (Aedermannsdorf), Präsident des Zweckverbandes Pastoralraum Dünnernthal, erklärte zu Beginn seiner Laudatio, dass er glaube zu wissen, dass sich Obrist im Thal wohl gefühlt habe. Er spüre, dass ihm der Abschied nicht so leicht falle. Es sei aber auch für die Leute im Pastoralraum nicht einfach. Obrist habe viele Personen in Glaubens- und Lebensfragen begleitet und sich in der Taufe der Kinder und im Bekenntnis junger Christen zu Kirche und Jesus Christus gefreut.

Wichtig sei Raimund Obrist die Einheit der Gläubigen im Dünnernthal gewesen. Auch habe er das Wort Gottes in einer verständlichen Sprache weitergegeben. Nun, da sich die Wege trennen, bleibe nur, Pfarrer Obrist zu danken. Danken für sein persönliches Engagement und seinen Einsatz für Kirche und Glauben. Möge Gottes Segen ihn in seiner neuen Aufgabe begleiten. Als äusseres Zeichen des Dankes überreicht Beat Bader Raimund Obrist ein Bild, auf welchem alle Kirchen des Pastoralraumes aufgemalt sind.

Weitere Geschenke
Da Raimund Obrist gerne wandert, hat sich Pastoralassistenz Fabian Schäuble ausgedacht, dem scheidenden Pfarrer durch die Ministranten diverse nützliche Wanderutensilien samt Rucksack zu überreichen. Kirchgemeindepräsident Robert Vogt dankte Raimund Obrist für seine jahrelange Tätigkeit in Welschenrohr. Er überreicht ihm einen Band mit Erinnerungen an Welschenrohr in Form von Bildern und Texten.

Zuletzt dankte Dekan Toni Bucher (Balsthal) dem Pfarrer Obrist für sein Engagement im Leitungsgremium des Dekanats Buchsgau sowie als Vertreter im Priesterrat. Pfarrer Obrist dankte für die wohlwollenden Worte und die ihm überreichten Geschenke.

Einsegnung des Begegnungsplatzes.
Nach dem Gottesdienst nahm Pfarrer Raimund Obrist die Einsegnung des der Kirche gegenüber liegenden Begegnungsplatzes vor. Im Zentrum des Platzes steht ein achteckiger Pavillon, der vor Sonne und Regen schützen soll. Der dient auch für Apéros im Freien. Nördlich des Pavillons wurden zusätzliche Parkplätze geschaffen.

Nach der Einsegnung waren alle Gottesdienstbesucher zum Apéro eingeladen. Als Auflockerung spielte die Musikgesellschaft Aedermannsdorf.

(az Solothurner Zeitung)