Bastos-Allemann spendiert neuen Saal für Museum

 
Just  auf  den  Thaler Kulturtag  hin  konnte  der  neue  Saal des  Thaler  Uhrenmuseums  in  Welschenrohr eröffnet werden. Er liegt direkt über den Räumlichkeiten des Museums in der Kulturfabrik, der ehemaligen Uhrenfabrik Technos. Somit bieten  sich  für  Kurse,  Seminare  und Workshops  zusätzliche  Möglichkeiten.

 
Walter Schmid

Zusammen  mit  René  Allemann, dem  Präsidenten  des  Vereins  Thaler Uhrmacherei, durchschnitt die Vertreterin  der  ehemaligen  Unternehmerfamilie  Beatrice  Bastos-Allemann  das Band zum neuen Saal. Sie stammt aus dem  Familienbetrieb  Horlogerie  Ad. Allemann  Fils,  der  bis  1962  in  Welschenrohr  die  Marke  Tourist  produzierte.  Der  Thalhof,  ein  markantesBauwerk im Dorfzentrum, erinnert an das  Wirken  des  Unternehmens,  das 1960 ungefähr 200 Arbeitsplätze umfasste. Mit der Everlight, einer Uhr mit Beleuchtung,  schaffte  die  Firma  eine Weltneuheit,  welche  jedoch  wegen Problemen mit der Batterie zu einem Flop  wurde  und  wesentlich  zum  Untergang des Unternehmens beitrug.

Verbindung erneuern
Beatrice  Bastos-Allemann  fühlt sich nach all den vielen Jahren in Afrika nach wie vor mit dem Thal verbunden,  kommt  gerne  zurück  und möchte die Geschichte ihrer Familie dokumentieren.  So  entschied  sie sich, zusammen mit ihrem Ehemann José, der aus Angola stammt, und ihrem Sohn Jean-Claude für eine grosszügige Spende zugunsten des Uhrenmuseums.  Dies  ermöglichte  die  Einmietung im Gebäude der ehemaligen Uhrenfabrik  Technos,  die  umfassende Renovation des Saales mit 72 Quadratmeter Fläche und die Ausrüstung mit Mobiliar, Beamer für Präsentationen  und  Werkzeuge  für  Uhrenbaukurse.

Der die Verbindung schaffte
Walter Fust (Hessigkofen) knüpfte die Verbindungen zwischen Gönnerfamilie  und  dem  Uhrenmuseum. «Die  Familie  wollte  dem  Dorf  etwas zurückgeben und zudem die Erinnerung  an  das  Unternehmen  aufrechterhalten», führte er aus. Andreas Fluri,  der  Leiter  des  Museums,  zeigte sich  sehr  erfreut  über  die  Erweiterung  des  Museums:  «Der  Saal  kann für den Museumsbetrieb vielfältig genutzt  werden.  Für  Sitzungen,  Workshops und Präsentationen bieten sich neue  Möglichkeiten,  vor  allem  viel mehr  Platz.»  Das  Mobiliar  kann  je nach  Nutzung  umgestellt  werden, technische  Mittel  stehen  zur  Verfugung,  eine  Werkzeugausstattung  ermöglicht  Kurse für  Erwachsene  und Kinder,  die  gerne  ihre  eigene  Uhr bauen möchten.

(Oltner Tagblatt)