Schnapslochgeister sorgten einmal mehr für einen überraschenden Umzug

 

Angenehmes Wetter, zahlreiches Publikum, schmucke Wagen und viele Teilnehmer prägten das Bild des farbenprächtigen Welschenrohrer Umzuges und machten diesen zu einem vollen Erfolg.

 
Walter Schmid

Mit der Durchführung am Samstag gelingt es dem Narrenkomitee Schnapsloch immer wieder, auswärtige Gruppen, Wagen und Guggen zu engagieren. So marschierten denn sechs Guggenmusiken im Umzug mit, voran die einheimischen Böögge-Brätscher, ferner Zytglogge-Schränzer aus Wangen an der Aare, die Schattepöögle aus Wimmis, die Aaresumpfgagafoniker aus Nennigkofen, die Thuner Seehüüler und die Brumbachsumpfer aus Horriwil.

Eröffnet wurde der Umzug durch die treuen Gäste aus Matzendorf, die Schliim-Schisser, die ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern. Auch die Schulen machten wieder mit. Ihr Motto: «Lasst den Abfall nicht liegen!»

Die Dorfvereine nahmen mit ihren Wagen das lokale Geschehen aufs Korn. So mussten einige biedere Dorfbewohner dank ihrer Missgeschicke dran glauben. Der Männerchor befasste sich, was zu erwarten war, mit den letzten Gemeinderatswahlen, die einigen Staub aufwirbelten: «Dr Gmeinrot isch jetz gwählt, - wo si ächt d'Sozi? - D'SP fählt. - D'Finanze rette! - Do druf warti, mit Räber Aschi, Enz und Marti.»

«Ich staune immer wieder»
Viel Mühe gab sich das Narrenkomitee mit seinem Wagen zum Motto «Mir tauche ab», wo ein Taucher im Meeresgrund schwebte. Auch die Böögge Brätscher, die ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern, waren zusätzlich zu ihrem Auftritt mit einem Wagen präsent. Mit dabei waren erneut die einheimischen Geili Säui, die Siebe Sieche und d'Füürschnägge aus Matzendorf. Und als treuer Gast die Macarenas aus Balsthal.

«Ich staune immer wieder, wie es den Welschenrohrer Narren gelingt, so einen reichhaltigen, schönen Fasnachtzug mit vielen Nummern zusammenzustellen», meinte ein erfreuter Zuschauer auf dem Heimweg.

Nach dem Umzug trafen sich die sechs Guggen auf dem Schulhausplatz zum Monsterkonzert. In den Restaurants und in der Mehrzweckhalle Dünnerehof warteten die Besucher gespannt auf den Auftritt der FC-Singers, die ihre Schnitzelbank zum Besten gaben.

Mit dem Maskenball folgte ein weiterer Höhepunkt der Welschenrohrer Fasnacht. Schliesslich wird auch die diesjährige Fasnacht mit dem Verbrennen des Bööggs - diesmal ist es eine Meerjungfrau - zu Ende gehen in der Gewerbezone.

(az Solothurner Zeitung)