Diese Meerjungfrau wird bald ein Raub der Flammen

 

Garstiges Wetter begleitete das Verbrennen des Bööggs am Dienstagabend in Welschenrohr. Trotzdem versammelten sich viele Schaulustige im Industriequartier, um den feierlichen Abschluss einer gelungenen Fasnacht mitzuerleben.

 
Walter Schmid

Für die einheimischen Böögge Brätscher, die den Anlass musikalisch umrahmten, bot die Verladerampe der Firma Avet AG den idealen Platz für ihr Konzert. So konnten sie geschützt vor Wind und Wetter ihr Konzert geben, bevor sie dann nach Laupersdorf reisten, um am Maskenball aufzutreten.

Traditionsgemäss bekam Gemeindepräsident Stefan Schneider den Schlüssel aus den Händen von Roger Bühler zurück. Er war froh darüber und dankte dem Narrenkomitee Schnapsloch für die Durchführung der Fasnacht, die wieder ein voller Erfolg war. Eine alte Tradition fand eine Fortsetzung, obschon auch die Welschenrohrer Fasnacht etliche Veränderungen erfahren hat.

Eindrücklich war der Umzug vom Samstag, verfolgt von zahlreichen Zuschauern. Auch die Organisatoren des Maskenballs äusserten sich sehr befriedigt. «Wir haben eine tolle Fasnacht erlebt. Alles hat bestens geklappt, Vereine und Bevölkerung haben mitgemacht», meinte Roger Bühler als Vertreter des Narrenkomitees. Er freue sich bereits auf das nächste Jahr.

Dann ging es dem Böögg an den Kragen. Dem Motto «Mir tauche ab...» entsprechend hatte er die Form einer Meerjungfrau. Roger Bühler war zusammen mit seiner Frau Monika der Schöpfer der Figur. Etwas zaghaft entwickelte sich das Feuer im Regen und Schneetreiben. Als aber der Scheiterhaufen voll brannte und die Flammen den Böögg erreichten, war es bald um ihn geschehen. Mit lautem Knall explodierte der Kopf und munter brannte das Feuer nieder. Bei Glühwein und Kaffee beschlossen die Welschenrohrer Fasnächtler die närrischen Tage.

(az Solothurner Zeitung)