Das alte Chrütlerhaus muss einem Begegnungsplatz weichen

 
Die katholische Kirchgemeindeversammlung Welschenrohr sagt Ja zum neuen Begegnungszentrum. Das Grundstück wurde von der Kirchgemeinde schon vor Jahren zu diesem Zweck erworben. Mit dem Entscheid des Souveräns erfolgt nun die Umsetzungsphase.

 
Anton Strähl

Das Geschäft Schaffung eines Begegnungszentrums bei der Kirche und Abriss des Chrütlerhauses, eines der ältesten Häuser von Welschenrohr, stiess bei den Kirchgemeindemitgliedern auf reges Interesse. So konnte Kirchgemeindepräsident Robert Vogt neunzehn Personen zur Rechnungsgemeindeversammlung begrüssen. Seit vielen Jahren müssen die Kirchgänger nach den Gottesdiensten auf der Strasse stehen, wenn sie miteinander noch ein Gespräch führen wollen. Das führt öfters zu gefährlichen Situationen, wenn Autos die teilweise unübersichtliche Strasse befahren. Schon vor vielen Jahren kaufte die Kirchgemeinde das Grundstück westlich der Kirche im Hinblick auf die Schaffung eines Begegnungsplatzes. Der Rat entschied sich nun, endlich das Projekt zu realisieren. Die Realisierung des Platzes auf dem alten Friedhof wurde verworfen, wie Vogt erklärte, was auch durch eine Umfrage unterstützt wurde.

Abriss des Chrütlerhauses
Die Realisierung des Projektes bedingt jedoch den Abbruch des Chrütlerhauses, wie Architekt Rainer Germann darlegte. Die gewonnene Fläche soll für den Begegnungsplatz und für zusätzliche Parkplätze verwendet werden. Zudem soll eine Fläche von rund 30 Quadratmetern an die Einwohnergemeinde abgetreten werden, um den Engpass der Strasse bei der Kirche zu beheben. Das Begegnungszentrum ist so angelegt, dass man nach dem Verlassen der Kirche in gerader Linie auf den Platz gelangt. Im Zentrum des Begegnungsplatzes soll ein gedeckter Pavillon stehen. Südlich des Pavillons können bei Bedarf zusätzlich drei weitere Sonnenschirme aufgestellt werden. Der Begegnungsplatz kann auch vom Pfarreiheim her rollstuhlgängig erreicht werden. Nordwestlich des Platzes ist eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten und umschlossen von einer Hecke geplant. Der südliche Teil des Platzes soll mit einem Steingarten mit Pflanzen abgeschlossen werden. Um die einzelnen Elemente des Begegnungsplatzes sind Grünflächen vorgesehen.

Zusätzliche Anregungen
Das Projekt stiess grundsätzlich auf ein positives Echo. Allerdings wurden zahlreiche Anregungen vorgebracht. Ruth Hafner erkundigte sich nach zusätzlichen Parkplätzen. Heini Allemann regte an, dass die Leute unter dem Pavillon bei starkem Wind und Regen auf der Westseite geschützt werden sollten. Auch sollte der Absatz beim Kircheneingang mit der Strassensanierung ausgeebnet werden. Pia Allemann stellte die Frage, ob der Kirchgemeinderat für Feste auf dem Begegnungsplatz Bänke anzuschaffen gedenke. Sie wollte zudem wissen, ob nicht auch eine Zufahrt von der Hofackerstrasse möglich wäre, weil das Befahren des Scheidweges im Winter oft gefährlich sei.

Beat Allemann wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass der alte Friedhof mit dem Begegnungsplatz überflüssig werde. Das wäre eine Gelegenheit, dort zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Allerdings könnte ein Projekt erst in der Zukunft angegangen werden, wie Robert Vogt entgegnete. Der Rat werde alle Anregungen aufnehmen und prüfen.

Die Kosten für den Abriss belaufen sich auf 50 000 Franken und diejenigen für den Begegnungsplatz auf 120 000 Franken. Verwalter Markus Allemann erläuterte den Finanzierungsplan, der eine Realisierung für die Jahre 2013 bis 2015 vorsieht. Damit war aber Beat Allemann nicht einverstanden und stellte den Antrag, die Realisierung in den Jahren 2013 und 2014 vorzunehmen. Der Antrag wurde angenommen. Letztlich stimmte die Versammlung den Krediten einstimmig zu.

(Oltner Tagblatt)