Generalversammlung des Vereins der Pilzfreunde Welschenrohr

 
Zur 94. Generalversammlung konnte Präsident David Germann 25 Mitglieder begrüssen. In einer Schweigeminute wurde des kürzlich verstorbenen Ehrenmitglieds Walter Rippstein gedacht, der während Jahren am Vereinsplatz Brünnli für Ordnung geschaut und kleinere Arbeiten ausgeführt hatte.


Philipp Schmid

In seinem Jahresbericht schaute der Präsident auf die drei Vereinsanlässe zurück. An der Vereinsarbeit im Brünnli wurde der hölzerne Brunnstock durch einen gemauerten ersetzt sowie einzelne Bänke erneuert. Ausserdem wurde Brennholz gehackt und aufgefüllt, denn der Platz wird im Sommer rege benutzt. Die Reizkertour im September, der Höhepunkt des Vereinsjahres, war ein Erfolg, denn mit 110 verschiedenen Pilzarten landeten besonders viele Pilze auf dem Tisch von PilzkontrolleurOswald Germann, der den Anwesenden alle Exemplare vorstellte und Besonderheiten nannte, was jeweils auf grosses Interesse stiess. Anschliessend kreierten Gross und Klein unter dem Motto „Pfänni frei“ verschiedene Pilzgerichte und reichten sich diese gegenseitig zum Kosten. Die Bergtour führte über den Malsenberg auf den Hinterbrandberg, wo die mit dem Auto angereisten Pilzkameraden auf die wandernden warteten, um bei einer Bernerplatte und einem „Kafi avec“ gemütlich beisammenzusitzen. Erfreulicherweise konnten drei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen werden: Joshua und Maël Distel sowie Erwin Harzenmoser. Sie wurden mit einem herzlichen Applaus willkommen geheissen. Das bevorstehende Vereinsjahr gestaltet sich wie üblich mit der Vereinsarbeit im Juni, der Reizkertour im September und der Bergtour im November, die auf die Mieschegg führt. Im Traktandum Ehrungen wurde Norbert Fink für seine 20-jährige Tätigkeit als Kassier mit einem Pilzmesser mit Gravur gedankt. Dieser zeigte sich erfreut und erklärte, dass er das Amt weiterhin ausüben will. Dies war auch von den übrigen Chargierten zu vernehmen. Wie in den vergangenen Jahren las Aktuar Edgar Zettler aus alten Protokollbüchern vor. Gespannt und mit dem einen oder anderen Schmunzeln ob der unverkennbaren Sprache hörte sich die Runde das Protokoll von 1983 des ehemaligen Aktuars Ernest Allemann alias Figunest an. Im Anschluss an den geschäftlichen Teil wurde Rösti mit Bratwurst serviert. Der Abend klang bei einem Glas Wein mit angeregten Gesprächen aus, wo Jungpilzler Wissenswertes über Pilze erfuhren und Anekdoten aus der näheren und weiteren Vergangenheit vernahmen.

(az Solothurner Zeitung)