Bücher zur Selbstbedienung

 
Im Zentrum von Welschenrohr, unter den Lauben der "Rosetta", steht nun ein offener Bücherschrank, wo Bücher jederzeit geholt und gebracht werden können. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Kulturkommission, die in den letzten Jahren bereits einige Buchtauschbörsen durchgeführt hat.

 
Walter Schmid

Eine stattliche Anzahl Leserinnen und Leser fand sich zur Eröffnung des Bücherschrankes ein. Sandra Diemand, Präsidentin der Kulturkommission, erzählte, wie es überhaupt zu dieser Einrichtung kam. Eine Spende der Firma Schleuniger – unterdessen ist diese aus Welschenrohr weggezogen – konnte die Kulturkommission für ein spezielles Projekt einsetzen. Da reifte die Idee des offenen Bücherschrankes, wie er etwa in den Städten anzutreffen ist. Ein Standort wurde gesucht und an geschützter Stelle vor dem Wohn- und Geschäftshaus “Rosetta“ gefunden. Ein Schrank wurde angeschafft und Erwin Gilgen übernahm die Bemalung. „Bücher hatten wir von den Tauschbörsen genug um den Schrank fürs Erste zu füllen“, berichtete Sandra Diemand.

Was zu beachten ist
Bereits zur Eröffnung brachten einige Leute Bücher mit und andere nahmen auch gleich Lesestoff mit. Einige Regeln sind im Kasten angeschlagen. So sind die Benützer gebeten, Ordnung zu halten, auch im Interesse der Bewohner des Hauses. Pornografisches, rassistisches und gewaltverherrlichendes Material gehört nicht hinein. Bücher können gebracht und mitgenommen werden, zurückbringen ist nicht nötig.

Nach einem Tag ist der Kasten bereits gut gefüllt mit reichlicher Auswahl an Büchern. Die Mitglieder der Kulturkommission machen regelmässig Kontrollen und hoffen auf das Verständnis der Benützer. Gespannt ist man, wie die neue Einrichtung bei der Bevölkerung ankommt.

(az Solothurner Zeitung)