Fussballclub im Wechselbad der Gefühle

 
Nach den sportlichen Turbu­lenzen, die in die Niederungen der 3. Liga führten und im T(h)al der heulenden Winde zu einem mittleren Erdrutsch führten, machte sich mittler­weile wieder eine Föhnstim­mung bemerkbar, die an der 86. GV unter der souveränen Leitung von Roger Kobel wie­der in ein Hoch umschlug, aus dem der renommierte Verein aus einer Position der Stärke hervorging.

 
Der Präsident brachte es in der Einladung auf den Punkt: «Auch Niederlagen können ei­nen Verein starkmachen. Nebst dem Verarbeiten des Ab­stiegs aus der regionalen 2. Li­ga, und dies nach 16 Jahren, hatte der Verein weitere Her­ausforderungen zu bestehen. Der FCW hat wiederum bewie­sen, dass er solche Tiefschläge wegstecken und als Verein ei­niges bewegen kann».

So schmerzlich auch der Rückschlag des in der Tal­schaft fest verankerten Ver­eins auch war, in den Bericht­erstattungen wurde nicht nach Sündenböcken gesucht, «sondern wir sind als Verein gestolpert, sind aber nicht am Boden», so Kobel weiter, der anfügt: «Wir konzentrieren uns wieder auf die neuen Auf­gaben». Fazit: Der 208 Mitglie­der zählende FC ging trotz Nebengeräuschen an der Seiten­linie des «Mühlackers» ge­stärkt aus der Zerreissprobe hervor.

Sportchef Reto Fink schlug in seinem kompetent verfass­ten Rückblick in die gleiche Kerbe wie die Vorredner, ohne in seinen Worten Schönmalerei zu machen. «Es ist nach sol­chen Ereignissen durchaus möglich, Positives in die Zu­kunft mitzunehmen». Reto Finks Schlussfolgerung: «Wir wollen aus vergangenen Feh­lern lernen und mit solider Aufbauarbeit sowie primär ei­genen Nachwuchskräften schrittweise dem sportlichen Erfolg entgegen laufen».

J+S-Coach Rolf Rebholz er­stattete Bericht über das Juniorenwesen, das sich im Auf­wind befindet. «Die JUKO kann auf eine tolle Saison zurückbli­cken», so sein Kommentar. Er­freut zeigten sich die Verant­wortlichen, dass «als Novum sämtliche Trainer bereit sind, den Nachwuchs weiterhin zu betreuen, was man Kontinui­tät nennt». Präsentiert wurde an der GV der neue Cheftrai­ner des Fanionteams, Chris­toph Büschi, und dessen Assis­tent José Fet. Ergänzt wurden die Berichterstattungen durch Fredi Altermatt, Leiter Öffent­liche Kommission sowie André Dietschi (Anlässe) und Mirco Müller (Clubhaus/Infrastruktur). Die durch Thomas Hunziker (für 15-jährige Vor­standszugehörigkeit geehrt) erläuterte Rechnung schloss mit Mehrausgaben von 4675 Franken ab. Das Budget sieht Mehreinnahmen von 165 Franken vor.

Kontinuität ist beim FCW ein geflügeltes Wort. Nach der glanzvollen Wiederwahl des Präsidenten Roger Kobel konnte auch seine bewährte Führungsmannschaft in globo wiedergewählt werden. Ge­stylt geehrt wurden für lang­jährige Vereinszugehörigkeit von A wie Allemann Kurt (50 Jahre) über H wie Hunziker Thomas (15 Jahre) bis W wie Walser Andreas (25 Jahre) so­wie die guten Geister Irmgard Roth und Johanna Berger. Der   Vereinskalender 2013/14 weist erneut einige Highlights auf, wie das Okto­berfest, den Bänzejass, das Schülerturnier und das FC-Fest im nächsten Jahr. Einer Statutenänderung schliesslich, die vorsieht, dass Spielerinnen und Spieler, welche bereits vom 16. Altersjahr an dem Verein freiwillig beitreten, bis zum Erreichen des obligatori­schen Beitritts vom 18. Alters­jahr an nur den Juniorenbeitrag zu entrichten haben, wur­de zugestimmt. (WE)

(az Solothurner Zeitung)