Betriebsbesichtigungen mit Apéro

 
Welschenrohr Gewerbe- und Industrievertreter trafen sich

 
Walter Schmid

Die Gemeinde lud Vertreterinnen und Vertreter der Welschenrohrer Industrie- und Gewerbebetriebe zur Besichtigung dreier Betriebe und anschliessendem Gedankenaustausch beim Apéro ein. An die fünfzig Personen folgten der Einladung. In Gruppen besichtigten sie die drei Betriebe: Schreinerei Zimmerei Donauer, Uhrenatelier Manfred Uebelhart AG und die Spielbude.

Martin und Beat Donauer stellten ihren Betrieb vor, den sie seit neun Jahren in der ehemaligen Schreinerei Roth betreiben. Mit modernen Maschinen führen fünf Leute allgemeine Arbeiten in der Holzbranche aus. Daneben haben die alten Hobelmaschine und die grosse Bandsäge im Betrieb ihren Platz behalten und leisten weiterhin gut Dienste. Ihre Aufträge holen sich die Unternehmer meist auswärts, besonders im Baselbiet. „Unser Standort in Welschenrohr ist nicht unbedingt ideal“, meinte Martin Donauer, aber sie können sich über Arbeit nicht beklagen.

Noch gibt es die Uhrenindustrie in Welschenrohr Im „Bijou“, in einer ehemaligen Uhrenfabrik, hat Jürg Uebelhart das Atelier der Firma Manfred Uebelhart AG eingerichtet. „Da werden noch Uhren montiert, im Gegensatz zum Uhrenmuseum“, meinte er zu seinen Gästen. Neun Leute arbeiten im Betrieb, zum Teil in Bellach und in Grenchen. Das Atelier führt Aufträge grösserer Firmen aus, wobei der Eingang sehr unterschiedlich ist. Somit sei auch die Planung sehr kurzfristig und ungewiss. Man fragt sich beim Besuch des Ateliers, ob sich Welschenrohr nicht wieder vermehrt für die Uhrenproduktion eignen würde, Lokale wären jedenfalls vorhanden.

Mit der Spielbude bietet sich ein Gewerbe besonderer Art an, nämlich die Vermarktung von Spielwaren aller Art, Spielzeug für Gross und Klein. Zudem werden besondere Anlässe wie Spielabende organisiert. Ivan Schwab präsentierte das Unternehmen mit einer Powerpoint Präsentation, die er kurzerhand an einer Schnur aufreihte. Gegründet wurde die Spielbude im Jahre 2008, es arbeiten vier Personen mit. Man bezieht die Ware über 20 Lieferanten von 112 Herstellern und zurzeit stehen 1847 Artikel im breiten Angebot. Der grösste Teil des Verkaufs, nämlich 93,8 Prozent, wird Online abgewickelt, kein Wunder, denn an 2125 Adressen werden die Newsletter verschickt. Gegenwärtig ist die Spielbude provisorisch in der ehemaligen Zbinden-Fabrik untergebracht, kann aber im nächsten Jahr in den Neubau an der Hauptstrasse einziehen.