Gemeindefeiertag St. Theodul aufgehoben

 

Welschenrohr Rechnungsabschluss mit Fehlbetrag genehmigt

 
Walter Schmid

Zu Beginn begründete Gemeindepräsident Stefan Schneider den späten Versammlungstermin mit der Erkrankung des Verwalters, was zu Verzögerungen beim Rechungsabschluss und entsprechend bei der Revision führte. So entschied der Gemeinderat die Versammlung auf Ende August anzusetzen, um genügend Zeit für die Erstellung der Unterlagen zu schaffen. Die ordnungsgemässe Publikation der Traktanden erfolgte im Anzeiger und zusätzlich mit Erläuterungen im Bulletin. „Die Erstellung des Bulletins mit vielen Details ist nicht zwingend, sie dient aber als zusätzliche Information der Stimmbürger, auch jener, die nicht an der Versammlung teilnehmen“, erklärte Schneider.
Fiko-Präsident Beat Allemann erläuterte die Jahresrechnung 2011, die mit 100'000 Franken mit einem deutlich höheren Aufwandüberschuss als budgetiert abschloss. Er zeigte die wichtigsten Positionen auf, die zu diesem Ergebnis führten: Zentrum spezielle Förderung, Ergänzungsleistungen, Sozialausgeben - überall Mehrausgeben von aussen bestimmt. Dazu kamen gefährdete Steuerguthaben und Rückerstattungen von Anschlussgebühren nach einem Gerichtsurteil. Die dringend nötigen Arbeiten am Schofbach im Rahmen von 50'000 Franken belasten die Gemeinde mit 18 000 Franken in der Rechnung dieses Jahres. Ohne Diskussionen passierten die Nachtragskredite.

Geringe Abweichungen vom Budget
Verwalter Marc Pergher präsentierte die Details der Laufenden Rechnung und wies auf die Abweichungen gegenüber dem Budget hin. Diese fielen mit Ausnahme der erwähnten Nachtragskredite recht bescheiden aus. Norbert Fink, Inhaber von Trigon Treuhand Fink, orientierte über die Revisionsarbeiten und stellte fest, dass die Rechnungsführung der kantonalen Gesetzgebung und der Gemeindordnung entspricht. So stimmten die 21 Versammlungsteilnehmer der Rechnung 2011 zu. Sie nahmen zudem Kenntnis vom Finanzplan für die kommenden Jahre, der weiterhin eine angespannte Finanzlage prognostiziert.

Gemeindefeiertag fällt weg
Am 16. August 2012 kam Welschenrohr zum letzten Mal in den Genuss eines zusätzlichen Feiertages. Mit Maria Himmelfahrt am 15. August ergab dies  jeweils je nach Lage im Kalender zwei, drei oder gar vier freie Tage, die sogenannten „Augschtfiirtige“. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigte, dass immer weniger Leute diesen Feiertag feiern konnten. Auch die Teilnahme am Gottesdienst ging immer mehr zurück. Die Schüler hatten den Unterricht in den Nachbargemeinden trotzdem zu besuchen, auch dort wurden die Gemeindefeiertage abgeschafft. So beantragte die Römisch-katholische Kirchgemeinde die Aufhebung des Gemeindefeiertages am 16. August, wobei in Zukunft die Feier zu Ehren des heiligen Theoduls auf den kommenden Sonntag verlegt wird. In der Dienst- und Gehaltsordnung der Gemeinde wird der 16. August gestrichen. Dafür kommt das Personal in den Genuss von zwei freien Nachmittagen am 24. und 31. Dezember. Diskussionslos stimmte die Versammlung den Anträgen zu. Verschiedene Teilnehmer äusserten Sorge über die hohen Steuerausstände und die entsprechenden Abschreibungen. Sie forderten ein strengeres Vorgehen der Verwaltung. Die Entwicklung in andern Gemeinden soll aufmerksam beobachtet werden, um später eigene Massnahmen ergreifen zu können.