Sanierung der Schulhäuser wird teuer

 

Der Gemeinderat hat sich an seiner Sitzung mit der Sanierung der beiden Schulhäuser befasst, nachdem die Liegenschaftskommission eine erste Kostenschätzung von 1 Mio Franken für die Wärmedämmung der Fassaden vorgelegt hat. Im Weitern gab erneut die Musikschule zu reden. Der Rat sucht nach Wegen, die Kosten nicht stetig anwachsen zu lassen.

 

Anton Strähl

Vor einiger Zeit hat die Liegenschaftskommission den Auftrag erhalten, die Kosten für die Sanierung der beiden Schulhäuser zu ermitteln. Die Sanierung soll die Wärmedämmung der Gebäudehülle aussen und einen Neuanstrich der Räume im Innern umfassen. Nachdem die Kostenschätzung für die Wärmedämmung vorliegt, hat es René Berthel, Präsident der Liegenschaftskommission, als nötig erachtet, den Gemeinderat umgehend darüber zu informieren. Wie Berthel im Rat ausführte, beläuft sich die Kostenschätzung für die Wärmedämmung auf eine Million Franken. Für die Kommission sei es fraglich, ob der Gemeinderat eine solche Summe für die Sanierung ausgeben will, umso mehr als die Kosten im Innern noch dazu kämen. Dafür würde aber noch keine Kostenschätzung vorliegen, aber es ist sicher mit einer sechsstelligen Summe zu rechnen. Die Liegenschaftskommission möchte daher vom Gemeinderat einen Grundsatzentscheid, ob sie das Projekt weiterverfolgen soll. Der Kommission sei klar, dass sich die Kosten für die Wärmedämmung kaum amortisieren liessen.  In der anschliessenden Diskussion zeigt es sich, dass bei der Fassadenrenovation eine Etappierung schwer möglich ist. Eine solche wäre einzig für die Sanierung im Innern gegeben. Auch wenn es gelingen würde, die Kosten aussen um 20% zu reduzieren, würden diese immer noch bei 800'000 Franken liegen. Im Innern seien keine Raumvergrösserungen vorgesehen, auch im Hinblick auf eine Überführung des Kindergartens vom Pfarreiheim ins Schulhaus. Auch sei das Heizungskonzept für die Schulhäuser noch unklar. Auf der anderen Seite fand Stefan Schneider, dass die Gemeinde renovierte Schulräume zur Verfügung stellen müsse, falls es einmal im Primarschulbereich zur Bildung eines Schulkreises komme. Der Gemeinderat wollte ohne Kostenschätzung für die Arbeiten im Innern keinen Grundsatzentscheid fällen. Zudem muss die Kommission auch abklären, welche Subventionen vom Kanton an das Sanierungsprojekt zu erwarten sind. Wenn alle Angaben vorliegen, will sich der Rat grundsätzlich mit dem Sanierungsvorhaben befassen.

Welcher Musikunterricht soll von der Gemeinde subventioniert werden?
Einmal mehr befasste sich der Gemeinderat mit der Musikschule Matzendorf und den stets steigenden Kosten für den Musikunterricht. Dem Rat lag ein überarbeiteter Anhang zur Vereinbarung vor, wo aufgeführt ist, ab welcher Klasse welches Instrument erlernt werden kann. Es zeigte sich, dass die Änderungen nur wenige Instrumente betreffen. Der Rat stört sich daran, dass verschiedene Instrumente schon ab der ersten Klasse angeboten werden. Er ist sich andererseits auch bewusst, dass der Hauptteil der Kosten auf die Gehälter der Musiklehrer entfällt. Da die Musikschule nicht Bestandteil des Schulkreises  bildet, sondern von der Gemeinde Matzendorf betrieben wird, sei es schwierig, sich mit Forderungen durchzusetzen. Eine Lösung für die Anliegen des Gemeinderates könnte darin bestehen, dass er für die Welschenrohrer Schüler festlegt, ab welcher Klasse er welche Instrumente subventioniere. Will jemand davon abweichen, müssten die Eltern die vollen Kosten übernehmen. Der Rat will sich an einer nächsten Sitzung nochmals mit der Musikschule befassen und das weitere Vorgehen konkretisieren.

Wie kann man den Gemeindepräsidenten entlasten?
Gemeindepräsident Stefan Schneider orientierte den Rat, dass er mit seinem Amt langsam an seine Grenzen stosse. Die vielen Verpflichtungen würden immer mehr Zeit beanspruchen und er werde bei der Arbeit in seinem Büro in der Gemeindeverwaltung öfters von Aussenstehenden gestört. Er stellt die Frage, ob die Ressorts allenfalls neu definiert werden müssen. Der Rat zeigte Verständnis für die Situation des Gemeindepräsidenten. Bei vielen Sachen sei einfach der Gemeindevorsteher gefragt. Es wurde aber auch vorgebracht, ob die Ressortchefs mit zusätzlichen Aufgaben betreut und entsprechend besser honoriert werden könnten. Auch stelle sich die Frage, ob es für die Ressortchefs auch Stellvertreter brauche. Die Glückwünsche an Jubilare könnten wie in anderen Gemeinden auch von zwei Gemeinderäten überbracht werden. Das müsse nicht immer der Gemeindepräsident sein. Der Rat wird später auf das Geschäft zurückkommen.

In Kürze
Der Gemeinderat

  • nimmt zur Kenntnis, dass die Kosten für das Leitbild höher als budgetiert ausfallen werden, weil die Gemeinde auch ein räumliches Leitbild vorlegen müsse;
  • beschliesst, alle gemeindeeigenen Liegenschaften an die geplante Fernheizung anzuschliessen;
  • hat Vorschläge gemacht, was im Video von 3-4 Minuten für die Homepage gezeigt werden soll. Due Aufnahmen sollen im September stattfinden

(Solothurner Zeitung, Oltner Tagblatt)