Pressespiegel

 

Zeitungsbericht über den Wirtschaftsapéro der Arbeitsgruppe Standort- und Wirtschaftsförderung in der ChemValve-Scmid AG vom 24. November 2010

 

Anton Strähl

Die ChemValve-Schmid AG produziert mit Erfolg Armaturen und Ventile von Welschenrohrer in die weite Welt

Von Welschenrohr finden hochwertige Armaturen und Ventile ihren Weg in die ganze Welt. Am Wirtschaftsapéro der Standort- und Wirtschaftskommission stellte sich das Unternehmen ChemValve-Schmid AG den örtlichen Vertretern von Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen vor.

In seiner Begrüssung führte Benno Schmid, Geschäftsführer der ChemValve-Schmid und selber Mitglied der Standort- und Wirtschaftskommission, aus, dass sich diese zum Ziel gesetzt habe, die ortsansässigen Industrie- und Gewerbebetriebe untereinander besser vertraut zu machen. In regelmässigen Abständen sollen diese Betriebe besichtigt und ihnen die Gelegenheit geboten werden, sich vorzustellen.

Schwieriger Beginn 
Die Firma ChemValve-Schmid AG ist 1993 – damals hiess sie noch Convey-Schmid AG von Benno Schmid zusammen mit Kollegen gegründet worden, nachdem die frühere Arbeitgeberin Univam, ein Kind der damaligen Ansiedlungspolitik nach dem Niedergang der Uhrenindustrie, ihre Tore geschlossen hatte. Die Gründung sei nicht ohne Schwierigkeiten verlaufen, erläutert Schmid, hätten doch Banken und auch der damalige Wirtschaftsförderer des Kantons ihre Unterstützung versagt, weil sie nicht an die Fähigkeiten der Initianten glaubten. Diese liessen sich aber nicht von ihrem 
Vorhaben abbringen und die Crew um Benno Schmid begann dann im Gebäude der ehemaligen Firma Bruwa Armaturen, Ventile und anderer Systeme der Verfahrens- und Umwelttechnik herzustellen. Später ist der Betrieb in das Gebäude der Univam zurückgekehrt, wo sie heute ihren Standort hat. Die ChemValve-Schmid AG beschäftigt 22 meist langjährige Mitarbeiter mit über 25 Jahren Berufserfahrung mit Armaturen. Sie ist daher eine bedeutende Arbeitgeberin im Dorfe. Die meisten Mitarbeiter sind Fachleute. Ebenso werden Lehrlinge im Rahmen des Berufslernverbundes Thal-Gäu-Bipperamt ausgebildet. Den Familiencharakter des Unternehmens ist auch dadurch ersichtlich, dass auch die Gattin, eine Tochter und der Bruder des Geschäftsführers im Unternehmen tätig sind.

Innovation und Qualität zählen 
Ein Kleinunternehmen könne auf dem Weltmarkt mit grossen Konkurrenten nur 
bestehen, wenn es innovative und qualitätsmässig hoch stehende Produkte anbiete, wie Benno Schmid im Rahmen der Betriebsbesichtigung und der Präsentation des Unternehmens betonte. Zudem müsse man flexibel sein sowie rasch und termingerecht auf Kundenwünsche eingehen können. Das sei Teil der Firmenphilosophie. In diesem Sinne betreibe das Unternehmen eine Nischenproduktion mit eher kleinen Serien. Die Herausforderungen, die es zu bewältigen gebe, seien gross. Wichtig sei einerseits die richtigen Lieferanten - die bis nach Asien reichen - für die vielfältigen Materialien zu finden und andererseits ein weltweites Verkaufsnetz aufzubauen. Das Unternehmen liefert nicht direkt an die Endverbraucher, sondern an langjährige Vertriebspartner in über 40 Ländern der Welt. Die Kontakte zu den Partnern seien wichtig und gelte es zu pflegen. Um überhaupt als Lieferant akzeptiert zu werden, verfügt die ChemValve-Schmid AG über verschiedene Zertifikationen bezüglich der Prozesse und der Materialien. Das bedeute für ein Kleinunternehmen ein grosser Aufwand, fügte Schmid an. Die Produkte werden an die chemische, pharmazeutische und die Lebensmittelindustrie sowie an die Petrochemie und die Wasseraufbereitung geliefert. Da sei es unabdinglich, dass die Absperrklappen, Rückschlagventile und -klappen und anderen Armaturen - mit bis zu einem Meter Durchmesser - absolut dicht sind, das durchlaufende Medium nicht verunreinigen und auch durch ein agressives Medium nicht beschädigt werden. Daher werden nur hochwertige Rohmaterialien wie Spezialstahl, Guss, Teflon, Titan oder Palladium verwendet. 58 Prozent des Umsatzes wird in Europa, 23 Prozent in Nord- und Südamerika, 10 Prozent in Asien inkl. Australien und nur 9 Prozent in der generiert. Der asiatische Markt inklusive der Nahe Osten werde immer bedeutender, führte Schmid aus.

Grosse Eigenverantwortung der Mitarbeiter 
Beim Rundgang durch die Büros und die Produktionshalle konnten sich die Teilnehmenden ein Bild des Maschinenparks, der modernste computergesteuerte Maschinen umfasst, und der Arbeitsprozesse machen. Dafür waren Investitionen im siebenstelligen Bereich nötig. Den erfahrenden Mitarbeitenden kommt eine grosse Eigenverantwortung zu, sind sie doch persönlich für bestimmte Kundenaufträge und die Einhaltung der Qualitätsnormen zuständig. Intern sind alle Arbeitsplätze miteinander vernetzt, was den Arbeitsablauf erleichtert. Zunehmend geht der Betrieb dazu über, die Maschinen so zu programmieren, dass sie ihre Arbeiten auch unabhängig während der Nacht ausführen können und sich die Mitarbeiter auf die Kernkompetenzen konzentrieren können. Aus den genannten Gründen wird gemäss Schmid auch die Qualitätsprüfung gross geschrieben. Jedes einzelne Produkt wird zudem im System registriert, damit in einem Schadenfalle sofort eruiert werden kann, ob der Fehler beim Material oder der Produktion liegt. Dies sei ein wichtiger Punkt, wie Schmid ausführte, wenn man bedenke, in welchen kostenintensiven Produktionsprozessen die Produkte eingesetzt werden. Als produzierendes Unternehmen stehe er nach wie vor zum Produktionsstandort Schweiz beziehungsweise Welschenrohr. Mit Qualität, Flexibilität und der Entwicklung neuer Produkte, die von erfahrenden und treuen Mitarbeitern hergestellt werden, gibt sich Schmid zuversichtlich, weiterhin in einem umkämpften Markt erfolgreich bestehen zu können. Der anschliessende Apéro bot den Teilnehmenden Gelegenheit zur gegenseitigen Kontaktpflege. (Anton Strähl) 

 

Dieser Bericht ist in der „Solothurner Zeitung“ und dem „Oltnertagblatt“ erschienen. Der dort publizierte Text kann vom Originaltext abweichen.